Paeonia suffruticosa (Mu Dan Pi): Baumpäonie-Rinde in der TCM-Tradition

Paeonia suffruticosa, in der traditionellen chinesischen Kräuterkunde bekannt als Mu Dan Pi (牡丹皮), ist die getrocknete Wurzelrinde der chinesischen Baumpäonie. Anders als die in europäischen Gärten verbreiteten krautigen Pfingstrosen ist die Baumpäonie ein verholzender Strauch, dessen Rinde seit über zweitausend Jahren in den klassischen Texten der TCM beschrieben wird.

Mu Dan ist in China weit mehr als nur eine Heilpflanze. Sie gilt seit der Tang-Dynastie als "König der Blumen" (Hua Wang) und ist eine der bekanntesten Zierpflanzen der chinesischen Gartenkultur. In der TCM-Tradition jedoch geht es nicht um die spektakulären Blüten, sondern um die Rinde der Wurzel, die zu den klassischen das Blut kühlenden Kräutern zählt. Aura Nutrition verwendet Mu Dan Pi in mehreren klassischen Tablettenrezepturen, inspiriert von der traditionellen chinesischen Kräuterkunde.

Die Namen einer Pflanze

  • Botanischer Name (Latein): Paeonia suffruticosa
  • Pinyin (TCM): Mu Dan Pi (牡丹皮)
  • Deutsche Bezeichnung: Baumpäonien-Rinde, Strauchpäonien-Rinde, chinesische Pfingstrosenrinde
  • Pharmazeutische Bezeichnung: Cortex Moutan
  • Pflanzenfamilie: Paeoniaceae (Päoniengewächse)

Mu Dan Pi, Bai Shao und Chi Shao: Eine kurze Familienkunde der Päonien

Der deutsche Sammelbegriff Pfingstrose bezeichnet sehr unterschiedliche Pflanzen aus der Gattung Paeonia, die in der TCM jedoch klar voneinander unterschieden werden. In den Rezepturen von Aura Nutrition erscheinen drei verschiedene Kräuter aus zwei verwandten, aber unterschiedlichen Arten:

  • Mu Dan Pi (Paeonia suffruticosa): die Rinde der Wurzel der Baumpäonie. Ein verholzender Strauch. In der TCM-Tradition den das Blut kühlenden Kräutern zugeordnet.
  • Bai Shao (Paeonia lactiflora): die geschälte und vorbehandelte Wurzel der weißen Päonie. Eine krautige Staude. In der TCM-Tradition den das Blut tonisierenden und die Leber harmonisierenden Kräutern zugeordnet.
  • Chi Shao (Paeonia lactiflora): die ungeschälte Wurzel derselben krautigen Päonie wie Bai Shao, ohne die Vorbereitungsschritte. In der TCM-Tradition den das Blut kühlenden und das Blut bewegenden Kräutern zugeordnet.

Die in europäischen Gärten verbreiteten Pfingstrosen sind in der Regel Paeonia officinalis oder Paeonia lactiflora, also krautige Päonien. Die Baumpäonie ist im Vergleich dazu botanisch deutlich abgegrenzt und gilt als eigenständige Art mit verholztem Wuchs. Wenn in den Rezepturen von Aura Nutrition Mu Dan Pi erscheint, bezeichnet das ausschließlich die Wurzelrinde von Paeonia suffruticosa.

Die Pflanze

Paeonia suffruticosa ist ein sommergrüner, verholzender Strauch aus der Familie der Päoniengewächse (Paeoniaceae). Sie ist in den Bergregionen Chinas heimisch und wird dort seit über tausendfünfhundert Jahren sowohl als Heil als auch als Zierpflanze kultiviert. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa einem bis zwei Metern und bildet kräftige, holzige Stängel aus, die im Winter erhalten bleiben.

Die Blätter sind groß, mehrfach gefiedert und an den Fiederblättchen tief gelappt. Im späten Frühjahr, in der Regel im April oder Mai, erscheinen die berühmten großen Blüten der Baumpäonie. Sie können einen Durchmesser von bis zu zwanzig Zentimetern erreichen und kommen in einer breiten Farbpalette von Weiß über Rosa, Rot und Purpur bis hin zu seltenen gelben Tönungen vor. Verwendet wird in der TCM jedoch nicht die Blüte, sondern die Rinde der Wurzel, die nach mehreren Jahren Wachstum eine ausreichende Stärke und Reife erreicht hat.

Mu Dan Pi in der TCM-Tradition

In der TCM-Tradition wird Mu Dan Pi den das Hitze klärenden und das Blut kühlenden Kräutern zugeordnet (qing re liang xue). Eine zusätzliche, mildere Wirkungsrichtung wird ihm als das Blut bewegendes Kraut zugeschrieben. Die klassischen Quellen ordnen Mu Dan Pi dem Herz, Leber und Nierenmeridian zu und beschreiben den Geschmack als bitter und leicht akrid, das Temperaturverhalten als leicht kühl.

Bereits im Shennong Bencao Jing aus der Han-Dynastie wird Mu Dan Pi unter den klassischen Kräutern aufgeführt. In der Folge wird die Pflanze in zahlreichen klassischen Werken behandelt, insbesondere im Bencao Gangmu von Li Shizhen, der ihr einen umfangreichen Eintrag widmet. In den klassischen Rezepturen erscheint Mu Dan Pi häufig in Kombination mit Sheng Di Huang oder Shu Di Huang, etwa in Liu Wei Di Huang Tang, der klassischen Grundrezeptur für das Yin der Niere. In Jia Wei Xiao Yao San bildet Mu Dan Pi gemeinsam mit Zhi Zi die erweiternde Komponente, die der Rezeptur ihren Namenszusatz Jia Wei (mit Erweiterung) verleiht.

Das Dao-Di-Prinzip bei Mu Dan Pi

In der TCM-Tradition gilt der geografische Ursprung eines Krautes als wesentliches Qualitätsmerkmal. Dieses Prinzip wird als Dao Di bezeichnet. Für Mu Dan Pi gilt die Provinz Anhui, insbesondere die Region um Tongling, seit Jahrhunderten als das klassische Anbaugebiet. Mu Dan Pi aus dieser Region wird traditionell als Feng Dan Pi (凤丹皮) bezeichnet und gilt seit der Ming-Dynastie als qualitativ besonders hochwertig. Daneben sind auch die Provinzen Sichuan, Shandong und Henan traditionell anerkannte Herkunftsregionen.

Aura Nutrition orientiert sich beim Einkauf an diesem Prinzip und bezieht Mu Dan Pi für seine Rezepturen aus traditionell anerkannten Anbaugebieten. Die Verarbeitung erfolgt anschließend nach GMP Standards im Konzentrationsverhältnis 5:1.

Klassische Rezepturen mit Mu Dan Pi

Mu Dan Pi ist Bestandteil zahlreicher klassischer Rezepturen der TCM. Im Sortiment von Aura Nutrition findet sich Baumpäonien-Rinde unter anderem in folgenden Produkten:

  • Liu Wei Di Huang Tang: die "Rezeptur der sechs Geschmacksrichtungen", die klassische Grundrezeptur für das Yin der Niere, in der Mu Dan Pi gemeinsam mit Fu Ling und Ze Xie die drei klärenden Komponenten bildet.
  • Zhi Bai Di Huang Wan: eine Erweiterung der Liu Wei Di Huang Rezeptur um Zhi Mu und Huang Bai, in der Mu Dan Pi seine Rolle als das Blut kühlendes Kraut beibehält.
  • Jin Gui Shen Qi Wan: die klassische Nieren-Rezeptur aus dem Jin Gui Yao Lüe, in der Mu Dan Pi gemeinsam mit Fu Ling und Ze Xie die ausgleichende Komponente bildet.
  • Jia Wei Xiao Yao San: die erweiterte Version der harmonisierenden Xiao Yao San Rezeptur, in der Mu Dan Pi gemeinsam mit Zhi Zi die ergänzende Wirkungsgruppe bildet.
  • Qian Lie Shu Pian: eine umfangreiche klassische Rezeptur, in der Mu Dan Pi gemeinsam mit Fu Ling und Ze Xie als ausgleichender Bestandteil erscheint.

Ernte und Verarbeitung

Die Ernte von Mu Dan Pi erfolgt traditionell im Herbst, wenn die Pflanze ihr viertes bis fünftes Wachstumsjahr erreicht hat. Eine vorzeitige Ernte würde nach klassischer Auffassung eine Rinde ohne die volle Reife liefern. Die ausgegrabenen Wurzeln werden gereinigt, und die Rinde wird vom verholzten Kern getrennt. Der hölzerne Kern findet in der TCM keine Verwendung. Die abgelöste Rinde wird in dünne Streifen geschnitten und an der Sonne getrocknet.

Eine klassische Sonderform ist Chao Mu Dan Pi, also leicht angeröstete Baumpäonien-Rinde, der in der traditionellen Lehre eine etwas mildere Eigenschaft zugeordnet wird. Bei Aura Nutrition wird Mu Dan Pi in einem modernen, GMP zertifizierten Verfahren weiterverarbeitet. Aus rund 180 g Rohkraut entsteht ein konzentrierter Auszug, der in Tablettenform abgefüllt wird. Das Konzentrationsverhältnis liegt bei 5:1, sodass jede Flasche etwa 36 g Konzentrat enthält.

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Aura Nutrition Produkte mit Mu Dan Pi

Wichtige Hinweise

Vorsicht: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten sprechen Sie bitte vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information über Mu Dan Pi in der TCM-Tradition. Sie enthält keine medizinischen Empfehlungen und ersetzt keine Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Aura Nutrition Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel und keine Arzneimittel.

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