Lycium barbarum (Gou Qi Zi): Gojibeere in der TCM-Tradition

Lycium barbarum, in der traditionellen chinesischen Kräuterkunde bekannt als Gou Qi Zi (枸杞子), gehört zu den bekanntesten Kräutern der TCM-Tradition. Die getrocknete reife Frucht des Bocksdornstrauchs wird seit über zweitausend Jahren in den klassischen Texten beschrieben und hat in den vergangenen Jahren auch in Westeuropa unter dem Namen Gojibeere oder Wolfsbeere eine breite Bekanntheit erlangt.

Der chinesische Name Gou Qi Zi setzt sich aus Gou Qi, dem traditionellen Pflanzennamen, und Zi (Samen/Frucht) zusammen. In China ist Gou Qi Zi seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Küche und wird in Suppen, Reisbreien, Tees und Eintöpfen verwendet. In der TCM-Tradition hat die Frucht darüber hinaus eine eigenständige Rolle als klassisches Kraut. Aura Nutrition verwendet Gou Qi Zi in klassischen Tablettenrezepturen, inspiriert von der traditionellen chinesischen Kräuterkunde.

Die Namen einer Pflanze

  • Botanischer Name (Latein): Lycium barbarum (auch Lycium chinense)
  • Pinyin (TCM): Gou Qi Zi (枸杞子)
  • Deutsche Bezeichnung: Gojibeere, Wolfsbeere, chinesische Wolfsbeere, Bocksdornfrucht
  • Pharmazeutische Bezeichnung: Fructus Lycii
  • Pflanzenfamilie: Solanaceae (Nachtschattengewächse)

Gojibeere im Supermarkt und in der TCM: Zwei Perspektiven

In Westeuropa ist die Gojibeere seit den 2000er Jahren als sogenanntes "Superfood" im Handel erhältlich, meist als getrocknete Snackfrucht, in Müslimischungen oder als Saft. In der TCM-Tradition hat die Frucht eine deutlich längere und differenziertere Geschichte. Die westliche Vermarktung konzentriert sich auf allgemeine Nährstoffgehalte, während die TCM-Tradition Gou Qi Zi einer konkreten Wirkungsgruppe und bestimmten Meridianen zuordnet.

Zwei verwandte Arten werden im Handel als Gojibeere geführt:

  • Lycium barbarum: die bevorzugte Art in der TCM, mit größeren, süßeren Früchten. In der klassischen Literatur als die hochwertigere Form angesehen.
  • Lycium chinense: eine eng verwandte Art mit kleineren Früchten, die in der TCM ebenfalls verwendet wird, in der Tradition aber als milder gilt.

In der TCM-Tradition wird neben der Frucht (Gou Qi Zi) auch die Wurzelrinde desselben Strauchs als eigenständiges Kraut verwendet: Di Gu Pi (地骨皮, Cortex Lycii) gehört einer ganz anderen Wirkungsgruppe an, nämlich den Hitze klärenden und das Defizit-Feuer kühlenden Kräutern. Frucht und Wurzelrinde derselben Pflanze werden in der TCM also als zwei verschiedene Kräuter mit unterschiedlichen Eigenschaften behandelt.

Die Pflanze

Lycium barbarum ist ein sommergrüner, dorniger Strauch aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Er ist in Nordwestchina heimisch und wird heute in vielen gemäßigten und subtropischen Regionen weltweit angebaut. Der Strauch erreicht eine Höhe von etwa einem bis drei Metern und bildet lang herabhängende, biegsame Zweige mit kleinen, lanzettlichen Blättern aus.

Im Sommer erscheinen kleine, trichterförmige, blassviolette Blüten, aus denen sich die bekannten, leuchtend orangeroten bis roten Beeren entwickeln. Die reifen Beeren sind länglich-oval, etwa ein bis zwei Zentimeter lang und enthalten zahlreiche winzige Samen. Der Strauch ist robust und anspruchslos und gedeiht auch auf trockenen, alkalischen Böden, was ihn in Teilen Nordwestchinas zu einer wichtigen Kulturpflanze gemacht hat.

Gou Qi Zi in der TCM-Tradition

In der TCM-Tradition wird Gou Qi Zi den die Leber und Niere tonisierenden Kräutern zugeordnet, genauer den das Yin tonisierenden Kräutern (bu yin) mit besonderem Bezug zu Leber und Niere. Die klassischen Quellen ordnen es dem Leber, Nieren und Lungenmeridian zu und beschreiben den Geschmack als süß, das Temperaturverhalten als neutral.

Bereits im Shennong Bencao Jing aus der Han-Dynastie wird Gou Qi der höchsten Klasse der Kräuter (shang pin) zugeordnet. Li Shizhen widmet Gou Qi Zi im Bencao Gangmu einen besonders ausführlichen Eintrag und zitiert zahlreiche ältere Quellen, die die Frucht als eines der zentralen Kräuter der chinesischen Kräuterkunde beschreiben. In der klassischen Lehre wird Gou Qi Zi häufig als sanftes, mildes Kraut beschrieben, das sich sowohl für den täglichen Verzehr als auch für die Einbindung in klassische Rezepturen eignet.

In der chinesischen Kulturtradition genießt Gou Qi Zi eine ähnliche Wertschätzung wie Da Zao (Jujube): beide sind gleichermaßen Küchenzutat und klassisches Kraut, und beide stehen für die chinesische Vorstellung von yao shi tong yuan, also "Medizin und Nahrung aus derselben Quelle".

Das Dao-Di-Prinzip bei Gou Qi Zi

In der TCM-Tradition gilt der geografische Ursprung eines Krautes als wesentliches Qualitätsmerkmal. Dieses Prinzip wird als Dao Di bezeichnet. Für Gou Qi Zi gilt die autonome Region Ningxia im Nordwesten Chinas, insbesondere die Region um Zhongning am Gelben Fluss, seit Jahrhunderten als das klassische Anbaugebiet. Gou Qi Zi aus dieser Region wird traditionell als Ning Xia Gou Qi bezeichnet und in der klassischen Literatur als qualitativ besonders hochwertig angesehen. Die Kombination aus intensiver Sonneneinstrahlung, großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht und der alkalischen Bewässerung durch den Gelben Fluss gilt als die Grundlage für die in der Tradition geschätzten Eigenschaften der Ningxia-Gojibeere.

Aura Nutrition orientiert sich beim Einkauf an diesem Prinzip und bezieht Gou Qi Zi für seine Rezepturen aus traditionell anerkannten Anbaugebieten. Die Verarbeitung erfolgt anschließend nach GMP Standards im Konzentrationsverhältnis 5:1.

Klassische Rezepturen mit Gou Qi Zi

Gou Qi Zi ist Bestandteil zahlreicher klassischer Rezepturen der TCM. Im Sortiment von Aura Nutrition findet sich die Gojibeere unter anderem in folgenden Produkten:

  • Wu Zi Yan Zong Wan: die "Rezeptur der fünf Samen zur Mehrung der Nachkommenschaft", in der Gou Qi Zi gemeinsam mit Tu Si Zi mit jeweils über 1.170 mg pro Tagesdosis die beiden mengenmäßig führenden Kräuter bildet.
  • Qi Bao Mei Ran Dan: die "Pille der sieben Schätze für wunderschönes Haar", eine klassische Rezeptur, in der Gou Qi Zi gemeinsam mit Tu Si Zi und Du Zhong die tonisierende Kerngruppe der Formel bildet.

Ernte und Verarbeitung

Die Ernte von Gou Qi Zi erfolgt traditionell im Spätsommer und Herbst, wenn die Beeren vollständig ausgereift sind und ihre leuchtend rote Färbung angenommen haben. Die Ernte geschieht in mehreren Durchgängen, da die Beeren an derselben Pflanze zu unterschiedlichen Zeiten reifen. Die geernteten Beeren werden vorsichtig im Schatten oder bei moderater Hitze getrocknet, bis sie eine weiche, leicht klebrige Beschaffenheit und eine tief orangerote Färbung angenommen haben. Zu hohe Trocknungstemperaturen würden Farbe und Aroma beeinträchtigen.

Bei Aura Nutrition wird Gou Qi Zi in einem modernen, GMP zertifizierten Verfahren weiterverarbeitet. Aus rund 180 g Rohkraut entsteht ein konzentrierter Auszug, der in Tablettenform abgefüllt wird. Das Konzentrationsverhältnis liegt bei 5:1, sodass jede Flasche etwa 36 g Konzentrat enthält.

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Aura Nutrition Produkte mit Gou Qi Zi

Wichtige Hinweise

Vorsicht: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten sprechen Sie bitte vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information über Gou Qi Zi in der TCM-Tradition. Sie enthält keine medizinischen Empfehlungen und ersetzt keine Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Aura Nutrition Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel und keine Arzneimittel.

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