Reynoutria japonica (Hu Zhang): Japanischer Staudenknöterich in der TCM-Tradition
Reynoutria japonica, in der traditionellen chinesischen Kräuterkunde bekannt als Hu Zhang (虎杖), gehört zu den klassischen das Blut bewegenden und Hitze klärenden Kräutern der TCM. Das getrocknete Rhizom dieses kräftigen Knöterichgewächses wird seit über tausend Jahren in den klassischen Texten beschrieben und nimmt unter den das Blut bewegenden Kräutern eine eigenständige Stellung ein.
Der chinesische Name Hu Zhang lässt sich wörtlich mit "Tigerstock" übersetzen und verweist auf die kräftigen, aufrechten, gefleckten Stängel der Pflanze, die an die Zeichnung eines Tigerfells erinnern. In Europa ist die Pflanze vor allem als invasiver Neophyt bekannt, der sich unkontrolliert ausbreitet. In der chinesischen Kräutertradition wird sie seit Jahrhunderten gezielt als Heilpflanze verwendet. Aura Nutrition verwendet Hu Zhang in klassischen Tablettenrezepturen, inspiriert von der traditionellen chinesischen Kräuterkunde.
Die Namen einer Pflanze
- Botanischer Name (Latein): Reynoutria japonica (auch Fallopia japonica, Polygonum cuspidatum)
- Pinyin (TCM): Hu Zhang (虎杖)
- Deutsche Bezeichnung: Japanischer Staudenknöterich
- Pharmazeutische Bezeichnung: Rhizoma Polygoni Cuspidati
- Pflanzenfamilie: Polygonaceae (Knöterichgewächse)
Hu Zhang in Europa: Invasive Pflanze, klassisches Kraut
In Europa und Nordamerika ist der Japanische Staudenknöterich vor allem als eine der aggressivsten invasiven Pflanzenarten bekannt. Die Pflanze wurde im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa eingeführt und hat sich seither unkontrolliert ausgebreitet. Sie kann Asphalt durchbrechen, Fundamente beschädigen und einheimische Pflanzenarten verdrängen.
In China und Japan hingegen ist die Pflanze seit Jahrhunderten heimisch und wird dort nicht als invasiv wahrgenommen. In der TCM-Tradition wird sie als klassisches Heilkraut geschätzt, dessen Rhizom in zahlreichen Rezepturen Verwendung findet. Diese Doppelrolle als Problemkraut in Europa und geschätztes Heilkraut in Asien macht Hu Zhang zu einer der kontrastreichsten Pflanzen im Kräuterlexikon.
Die Pflanze
Reynoutria japonica ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Sie ist in Ostasien heimisch, insbesondere in China, Japan und Korea, und wächst bevorzugt an Flussufern, auf Schutthalden und an gestörten Standorten. Die Pflanze erreicht eine Höhe von zwei bis drei Metern und bildet kräftige, aufrechte, hohle Stängel aus, die an den Knoten charakteristisch verdickt sind und eine rot-braune Fleckung aufweisen.
Die Blätter sind groß, breit-eiförmig und am Grund gerade abgeschnitten. Im Spätsommer erscheinen kleine, cremeweiße Blüten in dichten, überhängenden Rispen. Verwendet wird in der TCM das kräftige, verholzte Rhizom, das im Boden ein weitreichendes Netzwerk bildet. Das Rhizom ist im Inneren gelblich und hat einen leicht bitteren Geschmack.
Hu Zhang in der TCM-Tradition
In der TCM-Tradition wird Hu Zhang den das Blut bewegenden Kräutern zugeordnet, mit einer zusätzlichen Hitze klärenden und Feuchtigkeit ausleitenden Komponente. Die klassischen Quellen ordnen ihm den Leber-, Gallenblasen- und Lungenmeridian zu und beschreiben den Geschmack als bitter, das Temperaturverhalten als leicht kalt.
Die erste ausführliche Beschreibung von Hu Zhang als Heilkraut findet sich im Ming Yi Bie Lu (Ergänzende Aufzeichnungen berühmter Ärzte) aus der Periode der Sechs Dynastien. Li Shizhen widmet Hu Zhang im Bencao Gangmu einen eigenen Eintrag und beschreibt das Rhizom als ein Kraut, das in der klassischen Sicht das Blut bewegt, Hitze klärt und gleichzeitig Feuchtigkeit ausleitet. Diese Dreifachzuordnung macht Hu Zhang in der Tradition zu einem vielseitig einsetzbaren Kraut.
Das Dao-Di-Prinzip bei Hu Zhang
In der TCM-Tradition gilt der geografische Ursprung eines Krautes als wesentliches Qualitätsmerkmal. Dieses Prinzip wird als Dao Di bezeichnet. Für Hu Zhang gelten die Provinzen Jiangsu, Zhejiang und Anhui als die traditionell bevorzugten Herkunftsgebiete.
Aura Nutrition orientiert sich beim Einkauf an diesem Prinzip und bezieht Hu Zhang für seine Rezepturen aus traditionell anerkannten Anbaugebieten. Die Verarbeitung erfolgt anschließend nach GMP Standards im Konzentrationsverhältnis 5:1.
Klassische Rezepturen mit Hu Zhang
Hu Zhang ist Bestandteil mehrerer klassischer Rezepturen der TCM. Im Sortiment von Aura Nutrition findet sich der Japanische Staudenknöterich unter anderem in folgendem Produkt:
- Guan Jie Yan Wan: eine Elf-Kräuter-Rezeptur, in der Hu Zhang gemeinsam mit Chuan Niu Xi die das Blut bewegende Komponente bildet.
Ernte und Verarbeitung
Die Ernte von Hu Zhang erfolgt traditionell im Frühling oder Herbst, wenn das Rhizom seine volle Größe und Reife erreicht hat. Die ausgegrabenen Rhizome werden gereinigt, von den Wurzelfasern befreit, in Scheiben oder Stücke geschnitten und anschließend in der Sonne getrocknet. Im getrockneten Zustand zeigen die Scheiben eine charakteristisch gelbliche Schnittfläche.
Bei Aura Nutrition wird Hu Zhang in einem modernen, GMP zertifizierten Verfahren weiterverarbeitet. Aus rund 180 g Rohkraut entsteht ein konzentrierter Auszug, der in Tablettenform abgefüllt wird. Das Konzentrationsverhältnis liegt bei 5:1, sodass jede Flasche etwa 36 g Konzentrat enthält.
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Wichtige Hinweise
Vorsicht: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten sprechen Sie bitte vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.
Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information über Hu Zhang in der TCM-Tradition. Sie enthält keine medizinischen Empfehlungen und ersetzt keine Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Aura Nutrition Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel und keine Arzneimittel.
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