Carthamus tinctorius (Hong Hua): Saflorblüte in der TCM-Tradition
Carthamus tinctorius, in der traditionellen chinesischen Kräuterkunde bekannt als Hong Hua (红花), gehört zu den klassischen das Blut bewegenden Kräutern der TCM-Tradition. Die getrockneten Blütenblätter der Färberdistel, auch Saflor genannt, werden seit über eineinhalbtausend Jahren in den klassischen Texten der chinesischen Kräuterkunde beschrieben und nehmen unter den das Blut bewegenden Kräutern eine besondere Stellung ein.
Der chinesische Name Hong Hua setzt sich aus den Schriftzeichen für "rot" und "Blüte" zusammen und verweist auf die leuchtend orangerote Färbung der reifen Blütenblätter. In Westeuropa ist die Pflanze vor allem als Öllieferant (Distelöl) und als Gewürz bekannt. In der TCM-Tradition hat Hong Hua jedoch eine eigenständige Rolle als klassisches Kraut. Aura Nutrition verwendet Hong Hua in klassischen Tablettenrezepturen, inspiriert von der traditionellen chinesischen Kräuterkunde.
Die Namen einer Pflanze
- Botanischer Name (Latein): Carthamus tinctorius
- Pinyin (TCM): Hong Hua (红花)
- Deutsche Bezeichnung: Saflorblüte, Färberdistel, Saflor
- Pharmazeutische Bezeichnung: Flos Carthami
- Pflanzenfamilie: Asteraceae (Korbblütler)
Hong Hua und Safran: Zwei verschiedene Pflanzen
Im deutschen Sprachraum wird Hong Hua gelegentlich als "falscher Safran" oder "billiger Safranersatz" bezeichnet. Diese Zuordnung ist im kulinarischen Kontext nachvollziehbar, weil die Blütenblätter der Färberdistel tatsächlich als preiswertes Färbemittel für Reis und Backwaren verwendet werden, das dem echten Safran optisch ähnelt. Botanisch und in der TCM-Tradition handelt es sich jedoch um zwei grundlegend verschiedene Pflanzen:
- Hong Hua (Carthamus tinctorius): die Färberdistel, ein Korbblütler aus der Familie der Asteraceae. In der TCM-Tradition den das Blut bewegenden Kräutern zugeordnet.
- Safran (Crocus sativus): ein Schwertliliengewächs aus der Familie der Iridaceae. In der TCM ist Safran unter dem Namen Xi Hong Hua (西红花) oder Fan Hong Hua (藏红花) bekannt und wird einer anderen Wirkungsgruppe und Dosierung zugeordnet als Hong Hua.
Die beiden Pflanzen sind botanisch nicht miteinander verwandt und in der TCM-Tradition nicht austauschbar. Wenn in den Rezepturen von Aura Nutrition Hong Hua erscheint, bezeichnet das ausschließlich die getrockneten Blütenblätter von Carthamus tinctorius.
Die Pflanze
Carthamus tinctorius ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie wird seit über viertausend Jahren in den trockenen, warmen Regionen Westasiens und des Mittelmeerraums kultiviert und gehört damit zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 30 bis 100 Zentimetern und bildet einen aufrechten, am oberen Ende verzweigten Stängel mit dornig gezähnten, ledrigen Blättern aus.
An den Enden der Verzweigungen erscheinen die typischen distelartigen Blütenköpfchen, die anfänglich leuchtend gelb sind und sich im Verlauf der Reife über Orange bis zu einem tiefen Rot verfärben. In der TCM werden ausschließlich die röhrenförmigen Einzelblüten (Röhrenblüten) verwendet, die aus den Blütenköpfchen gezupft und anschließend getrocknet werden. Die in der westlichen Landwirtschaft vorrangig genutzte ölreiche Saat der Pflanze spielt in der TCM-Tradition keine Rolle.
Hong Hua in der TCM-Tradition
In der TCM-Tradition wird Hong Hua den das Blut bewegenden und die Stase auflösenden Kräutern zugeordnet (huo xue qu yu yao). Die klassischen Quellen ordnen es dem Herz und Lebermeridian zu und beschreiben den Geschmack als akrid, das Temperaturverhalten als warm.
Die erste ausführliche Beschreibung von Hong Hua als Heilpflanze findet sich im Kai Bao Ben Cao aus der Song-Dynastie. Li Shizhen widmet Hong Hua im Bencao Gangmu aus der Ming-Dynastie einen ausführlichen Eintrag und unterscheidet klar zwischen Hong Hua und dem deutlich teureren Safran. In der klassischen Lehre wird Hong Hua häufig gemeinsam mit Tao Ren (Pfirsichkern) verwendet. Diese Paarung ist so fest in der klassischen Kräuterkunde verankert, dass sie der Rezeptur Tao Hong Si Wu Tang ihren Namen gibt.
Eine Besonderheit von Hong Hua in der klassischen Lehre betrifft die Dosierung: in kleinen Mengen wird Hong Hua in der Tradition als das Blut harmonisierend beschrieben, in größeren Mengen als das Blut stärker bewegend. Diese dosierungsabhängige Eigenschaft wird in den klassischen Texten ausdrücklich hervorgehoben und beeinflusst die Zusammensetzung der einzelnen Rezepturen.
Das Dao-Di-Prinzip bei Hong Hua
In der TCM-Tradition gilt der geografische Ursprung eines Krautes als wesentliches Qualitätsmerkmal. Dieses Prinzip wird als Dao Di bezeichnet. Für Hong Hua gilt die Provinz Henan, insbesondere die Region um Huaiyang und Xihua, seit Jahrhunderten als das klassische Anbaugebiet. Hong Hua aus dieser Region wird traditionell als Huai Hong Hua bezeichnet und in der klassischen Literatur besonders geschätzt. Daneben sind die Provinzen Xinjiang, Yunnan und Sichuan traditionell anerkannte Herkunftsregionen.
Aura Nutrition orientiert sich beim Einkauf an diesem Prinzip und bezieht Hong Hua für seine Rezepturen aus traditionell anerkannten Anbaugebieten. Die Verarbeitung erfolgt anschließend nach GMP Standards im Konzentrationsverhältnis 5:1.
Klassische Rezepturen mit Hong Hua
Hong Hua ist Bestandteil zahlreicher klassischer Rezepturen der TCM. Im Sortiment von Aura Nutrition finden sich Saflorblüten unter anderem in folgenden Produkten:
- Tao Hong Si Wu Tang: die namensgebende Erweiterung der Si Wu Tang Rezeptur um Tao Ren und Hong Hua, in der die Saflorblüte gemeinsam mit dem Pfirsichkern die das Blut bewegende Komponente der Formel bildet.
- Sheng Tong Zhu Yu Tang: eine das Blut bewegende klassische Rezeptur, in der Hong Hua gemeinsam mit Dang Gui und Tao Ren zu den drei mengenmäßig führenden Kräutern gehört.
Ernte und Verarbeitung
Die Ernte von Hong Hua erfolgt traditionell im Frühsommer, wenn die Blütenblätter von Gelb zu einem tiefen Orangerot umgefärbt haben. Der Erntezeitpunkt ist kritisch: zu früh geerntete Blüten enthalten nach klassischer Auffassung noch nicht die gewünschten Eigenschaften, zu spät geerntete verlieren Aroma und Farbe. Die Blütenblätter werden aus den Köpfchen gezupft, rasch im Schatten ausgebreitet und bei niedriger Temperatur getrocknet, um Farbe und Aroma zu erhalten.
Hochwertige getrocknete Hong Hua-Blüten sind leuchtend orangerot, weich und leicht klebrig. Farbverlust oder Bräunung gilt in der klassischen Qualitätsbewertung als Zeichen verminderter Güte. Bei Aura Nutrition wird Hong Hua in einem modernen, GMP zertifizierten Verfahren weiterverarbeitet. Aus rund 180 g Rohkraut entsteht ein konzentrierter Auszug, der in Tablettenform abgefüllt wird. Das Konzentrationsverhältnis liegt bei 5:1, sodass jede Flasche etwa 36 g Konzentrat enthält.
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Aura Nutrition Produkte mit Hong Hua
Wichtige Hinweise
Vorsicht: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten sprechen Sie bitte vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.
Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information über Hong Hua in der TCM-Tradition. Sie enthält keine medizinischen Empfehlungen und ersetzt keine Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Aura Nutrition Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel und keine Arzneimittel.
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