Panax notoginseng (San Qi): Notoginseng in der TCM-Tradition
Panax notoginseng, in der traditionellen chinesischen Kräuterkunde bekannt als San Qi (三七), gehört zu den bemerkenswertesten Kräutern der TCM-Tradition. Die getrocknete Wurzelknolle des Notoginseng wird seit rund fünfhundert Jahren in den klassischen Texten beschrieben und nimmt eine einzigartige Doppelstellung ein: sie wird in der klassischen Lehre sowohl den das Blut stillenden als auch den das Blut bewegenden Kräutern zugeordnet.
Der chinesische Name San Qi bedeutet wörtlich "Drei-Sieben" und verweist nach der traditionellen Überlieferung auf die Wuchsform der Pflanze: drei Blattstiele mit jeweils sieben Einzelblättchen. In der chinesischen Kultur genießt San Qi eine außerordentlich hohe Wertschätzung und wird gelegentlich als "Jin Bu Huan" (金不换) bezeichnet, was "nicht gegen Gold einzutauschen" bedeutet. Aura Nutrition verwendet San Qi in klassischen Tablettenrezepturen, inspiriert von der traditionellen chinesischen Kräuterkunde.
Die Namen einer Pflanze
- Botanischer Name (Latein): Panax notoginseng
- Pinyin (TCM): San Qi (三七), auch Tian Qi (田七)
- Deutsche Bezeichnung: Notoginseng, Pseudoginseng, Yunnan-Ginseng
- Pharmazeutische Bezeichnung: Radix et Rhizoma Notoginseng
- Pflanzenfamilie: Araliaceae (Araliengewächse)
San Qi und Ren Shen: Zwei Ginseng-Arten in der TCM
San Qi gehört zur selben Gattung Panax wie der bekanntere Ren Shen (Panax ginseng). Der Gattungsname Panax leitet sich vom griechischen "pan" (alles) und "akos" (Heilmittel) ab. Trotz der engen Verwandtschaft werden die beiden Arten in der TCM-Tradition als grundlegend verschiedene Kräuter behandelt:
- Ren Shen (Panax ginseng): der klassische Ginseng, in der TCM den Qi tonisierenden Kräutern zugeordnet. In Nordostchina und Korea beheimatet. Verwendet wird die Wurzel zur Stärkung des Qi.
- San Qi (Panax notoginseng): der Notoginseng, in der TCM den das Blut stillenden und zugleich das Blut bewegenden Kräutern zugeordnet. Ausschließlich in der Provinz Yunnan und angrenzenden Regionen Südwestchinas beheimatet. Verwendet wird die Wurzelknolle.
Die beiden Arten unterscheiden sich in ihrer Heimat, ihrem Erscheinungsbild, ihrem Inhaltsstoffprofil und vor allem in ihrer klassischen Zuordnung. In den Rezepturen der TCM sind sie nicht austauschbar. Wenn in den Rezepturen von Aura Nutrition San Qi erscheint, bezeichnet das ausschließlich die Wurzelknolle von Panax notoginseng.
Die Pflanze
Panax notoginseng ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Sie ist ausschließlich in den feuchten, subtropischen Bergwäldern Südwestchinas beheimatet, insbesondere in der Provinz Yunnan und dem angrenzenden Guangxi, und wächst bevorzugt unter dem Schattendach des Waldes in Höhenlagen zwischen 1.200 und 1.800 Metern. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 30 bis 60 Zentimetern und bildet drei langgestielte Blätter aus, die jeweils aus fünf bis sieben fingerförmig angeordneten Einzelblättchen bestehen.
Im Sommer erscheint ein einzelner, aufrechter Blütenstiel mit einer kugelförmigen Dolde kleiner, gelblich-grüner Blüten. Im Herbst reifen leuchtend rote, erbsengroße Beeren heran. Verwendet wird die unterirdische, knollenförmige Hauptwurzel, die im reifen Zustand eine feste, steinharte Beschaffenheit annimmt. Im Querschnitt zeigt die frische Wurzel eine graugrüne bis gelbliche Färbung. Die Pflanze benötigt drei bis sieben Wachstumsjahre, bis die Wurzel die für die klassische Verwendung erforderliche Reife und Größe erreicht hat.
San Qi in der TCM-Tradition
In der TCM-Tradition wird San Qi einer doppelten Kategorie zugeordnet, was unter den Kräutern der klassischen Lehre ungewöhnlich ist: es gehört sowohl zu den das Blut stillenden Kräutern (zhi xue yao) als auch zu den das Blut bewegenden und die Stase auflösenden Kräutern (huo xue qu yu yao). Die klassischen Quellen ordnen es dem Leber und Magenmeridian zu und beschreiben den Geschmack als süß und leicht bitter, das Temperaturverhalten als warm.
Im Gegensatz zu Ren Shen, das bereits im Shennong Bencao Jing der Han-Dynastie erscheint, wurde San Qi in der chinesischen Kräuterkunde erst deutlich später beschrieben. Die erste ausführliche Darstellung findet sich im Bencao Gangmu von Li Shizhen aus der Ming-Dynastie, der San Qi als ein Kraut beschreibt, das in der Tradition das Blut stillt, ohne es zu stauen, und das Blut bewegt, ohne es auszuschütten. Diese paradox klingende Doppeleigenschaft macht San Qi in der klassischen Lehre zu einem einzigartigen Kraut.
In Fu Fang Dan Shen Pian, einer namensgebenden Rezeptur im Sortiment von Aura Nutrition, bildet San Qi gemeinsam mit Dan Shen eine kompakte Zweierkombination. Dan Shen ist mit über 2.500 mg das Kaiserkraut, San Qi mit über 770 mg das unterstützende zweite Kraut. In der klassischen Lehre ergänzen sich die beiden: Dan Shen bewegt das Blut, San Qi bewegt und festigt es zugleich.
Das Dao-Di-Prinzip bei San Qi
In der TCM-Tradition gilt der geografische Ursprung eines Krautes als wesentliches Qualitätsmerkmal. Dieses Prinzip wird als Dao Di bezeichnet. Für San Qi gilt die Provinz Yunnan, insbesondere die Region Wenshan im Südosten der Provinz, seit Jahrhunderten als das klassische Anbaugebiet. Wenshan ist mit Abstand das größte San-Qi-Anbaugebiet der Welt und liefert den weitaus größten Teil der globalen Produktion. Das feuchte, subtropische Klima mit milden Wintern und kühlen Sommern in den Höhenlagen dieser Region entspricht den natürlichen Wuchsbedingungen der Pflanze.
Aura Nutrition orientiert sich beim Einkauf an diesem Prinzip und bezieht San Qi für seine Rezepturen aus traditionell anerkannten Anbaugebieten. Die Verarbeitung erfolgt anschließend nach GMP Standards im Konzentrationsverhältnis 5:1.
Klassische Rezepturen mit San Qi
San Qi ist Bestandteil zahlreicher klassischer und moderner Rezepturen der TCM. Im Sortiment von Aura Nutrition findet sich Notoginseng in folgendem Produkt:
- Fu Fang Dan Shen Pian: die "zusammengesetzte Dan Shen Rezeptur", eine kompakte Zweierkombination aus Dan Shen und San Qi, in der San Qi mit über 770 mg pro Tagesdosis das zweite Kraut bildet und die das Blut bewegende und festigende Komponente der Formel trägt.
Ernte und Verarbeitung
Die Ernte von San Qi erfolgt traditionell im Herbst, wenn die Pflanze ihr drittes bis siebtes Wachstumsjahr erreicht hat. Ältere Wurzeln gelten in der klassischen Qualitätsbewertung als hochwertiger, weil sie in der Tradition einen höheren Gehalt an wirksamen Bestandteilen aufweisen. Die ausgegrabenen Wurzelknollen werden gereinigt, von den Seitenwurzeln befreit und anschließend in der Sonne getrocknet, bis sie ihre charakteristisch steinharte Beschaffenheit angenommen haben. Hochwertige getrocknete San-Qi-Knollen sind schwer, fest, und klingen beim Aneinanderschlagen metallisch.
In der klassischen Tradition werden verschiedene Teile der Pflanze unterschieden: die Hauptwurzel (Tou, Kopf), die Nebenwurzeln (Jian) und die feinen Faserwurzeln (Jin). Der Hauptwurzel wird in der Tradition die stärkste Eigenschaft zugeordnet. Bei Aura Nutrition wird San Qi in einem modernen, GMP zertifizierten Verfahren weiterverarbeitet. Aus rund 180 g Rohkraut entsteht ein konzentrierter Auszug, der in Tablettenform abgefüllt wird. Das Konzentrationsverhältnis liegt bei 5:1, sodass jede Flasche etwa 36 g Konzentrat enthält.
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Wichtige Hinweise
Vorsicht: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten sprechen Sie bitte vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.
Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information über San Qi in der TCM-Tradition. Sie enthält keine medizinischen Empfehlungen und ersetzt keine Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Aura Nutrition Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel und keine Arzneimittel.
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