Saposhnikovia divaricata (Fang Feng): Windschutzwurzel in der TCM-Tradition

Saposhnikovia divaricata, in der traditionellen chinesischen Kräuterkunde bekannt als Fang Feng (防风), gehört zu den meistverwendeten Kräutern der TCM-Tradition. Die getrocknete Wurzel dieses Doldenblütlers wird seit über zweitausend Jahren in den klassischen Texten beschrieben und nimmt unter den das Äußere lösenden Kräutern eine zentrale Stellung ein.

Der chinesische Name Fang Feng lässt sich wörtlich mit "Wind abwehren" oder "vor Wind schützen" übersetzen und verweist auf die traditionelle Zuordnung dieses Krautes in der klassischen Lehre. Aura Nutrition verwendet Fang Feng in zahlreichen klassischen Tablettenrezepturen, inspiriert von der traditionellen chinesischen Kräuterkunde.

Die Namen einer Pflanze

  • Botanischer Name (Latein): Saposhnikovia divaricata (älter auch Ledebouriella divaricata)
  • Pinyin (TCM): Fang Feng (防风)
  • Deutsche Bezeichnung: Windschutzwurzel, chinesische Siler-Wurzel
  • Pharmazeutische Bezeichnung: Radix Saposhnikoviae
  • Pflanzenfamilie: Apiaceae (Doldenblütler)

Fang Feng und europäische Siler-Arten: Eine Klarstellung

Im westlichen Kräuterhandel wird Fang Feng gelegentlich unter dem Namen "Siler" oder "Siler-Wurzel" geführt. Dies kann zu Verwechslungen mit europäischen Pflanzen führen, die ebenfalls unter dem Namen Siler bekannt sind, insbesondere Siler montanum (Bergsilge). Die TCM-Pflanze Saposhnikovia divaricata ist mit diesen europäischen Arten nicht identisch. Beide gehören zwar zur selben Pflanzenfamilie der Doldenblütler, stellen aber unterschiedliche Gattungen dar und werden in ihren jeweiligen Traditionen für verschiedene Zwecke verwendet.

Wenn in den Rezepturen von Aura Nutrition Fang Feng erscheint, bezeichnet das ausschließlich die getrocknete Wurzel von Saposhnikovia divaricata.

Die Pflanze

Saposhnikovia divaricata ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist in den Steppen und Graslandschaften Nordchinas, der Mongolei, Koreas und des russischen Fernen Ostens beheimatet und bevorzugt trockene, windige Standorte auf sandigen oder steinigen Böden. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 30 bis 80 Zentimetern und bildet die für Doldenblütler typischen fein gefiederten Blätter und zusammengesetzten Dolden mit kleinen, weißen Blüten aus.

Verwendet wird die lange, spindelförmige Pfahlwurzel, die im Inneren eine gelblich-weiße Färbung aufweist. An der Wurzelkrone sind häufig die Reste der vorjährigen Blattstiele als faserige, braune Büschel zu erkennen, die in der klassischen Qualitätsbewertung als Zeichen einer hochwertigen Wurzel gelten. Die Pflanze benötigt in der Regel zwei bis drei Wachstumsjahre, bis die Wurzel die für die klassische Verwendung erforderliche Reife erreicht hat.

Fang Feng in der TCM-Tradition

In der TCM-Tradition wird Fang Feng den akrid-warmen, das Äußere lösenden Kräutern zugeordnet (xin wen jie biao). Die klassischen Quellen ordnen es dem Blasen, Leber und Milzmeridian zu und beschreiben den Geschmack als akrid und süß, das Temperaturverhalten als leicht erwärmend.

Bereits im Shennong Bencao Jing aus der Han-Dynastie wird Fang Feng unter den klassischen Kräutern der mittleren Klasse aufgeführt. Li Shizhen widmet Fang Feng im Bencao Gangmu einen ausführlichen Eintrag und beschreibt es als eines der vielseitigsten Kräuter der chinesischen Kräuterkunde. In der klassischen Lehre gilt Fang Feng als besonders mild und sanft unter den das Äußere lösenden Kräutern, weshalb es in der Tradition häufig als "Kräuter-Bote" (shi yao) beschrieben wird, also als Kraut, das andere Kräuter in ihrer Richtung unterstützt.

In den klassischen Rezepturen erscheint Fang Feng in sehr unterschiedlichen Formeltypen. In Yu Ping Feng San, der "Rezeptur des Jadewindschirms", bildet Fang Feng gemeinsam mit Huang Qi und Bai Zhu eine der berühmtesten Dreierkombinationen der TCM. In Fang Feng Tong Sheng San, einer umfassenden klassischen Großrezeptur, gibt Fang Feng der gesamten Formel ihren Namen.

Das Dao-Di-Prinzip bei Fang Feng

In der TCM-Tradition gilt der geografische Ursprung eines Krautes als wesentliches Qualitätsmerkmal. Dieses Prinzip wird als Dao Di bezeichnet. Für Fang Feng gilt die Provinz Heilongjiang im äußersten Nordosten Chinas seit Jahrhunderten als das klassische Anbaugebiet. Daneben sind die Provinzen Jilin und die Innere Mongolei traditionell anerkannte Herkunftsregionen. Die trockenen, windigen Graslandschaften mit ihren langen, kalten Wintern und kurzen Sommern entsprechen den natürlichen Wuchsbedingungen der Pflanze.

Aura Nutrition orientiert sich beim Einkauf an diesem Prinzip und bezieht Fang Feng für seine Rezepturen aus traditionell anerkannten Anbaugebieten. Die Verarbeitung erfolgt anschließend nach GMP Standards im Konzentrationsverhältnis 5:1.

Klassische Rezepturen mit Fang Feng

Fang Feng ist Bestandteil zahlreicher klassischer Rezepturen der TCM. Im Sortiment von Aura Nutrition findet sich Windschutzwurzel unter anderem in folgenden Produkten:

  • Yu Ping Feng San: die "Rezeptur des Jadewindschirms", eine der bekanntesten Dreierkombinationen der TCM, in der Fang Feng gemeinsam mit Huang Qi und Bai Zhu die drei gleichgewichtigen Bestandteile bildet.
  • Fang Feng Tong Sheng San: die namensgebende "Windschutz-Allheilmittel-Rezeptur", eine umfassende klassische Großrezeptur mit dreizehn Kräutern, in der Fang Feng gemeinsam mit Jing Jie die das Äußere lösende Komponente der Formel trägt.
  • Du Huo Ji Sheng Tang: eine umfangreiche klassische Rezeptur mit fünfzehn Kräutern, in der Fang Feng als Teil der das Äußere lösenden Wirkungsgruppe erscheint.
  • Tong Bian Ling Pian: eine klassische Rezeptur, in der Fang Feng als einer der stärker dosierten Bestandteile erscheint.
  • Bi Yan Pian: eine klassische Rezeptur, in der Fang Feng gemeinsam mit Bai Zhi und Xie Bai die mengenmäßig führende Dreiergruppe bildet.
  • Jie Yu An Shen Pian: eine umfangreiche Rezeptur, in der Fang Feng als einer der höher dosierten Bestandteile erscheint.
  • Sheng Tong Zhu Yu Tang: eine das Blut bewegende klassische Rezeptur, in der Fang Feng als Teil der das Äußere lösenden Komponente die Formel ergänzt.

Ernte und Verarbeitung

Die Ernte von Fang Feng erfolgt traditionell im Frühling oder Herbst, wenn die Pflanze ihr zweites bis drittes Wachstumsjahr erreicht hat. Die ausgegrabenen Wurzeln werden gereinigt, von den feinen Seitenwurzeln befreit und mit den faserigen Resten der Blattstiele an der Wurzelkrone anschließend in der Sonne oder bei moderater Hitze getrocknet. Die getrockneten Wurzeln werden in dünne, runde Scheiben geschnitten, die im Querschnitt die charakteristisch gelblich-weiße Färbung zeigen.

Bei Aura Nutrition wird Fang Feng in einem modernen, GMP zertifizierten Verfahren weiterverarbeitet. Aus rund 180 g Rohkraut entsteht ein konzentrierter Auszug, der in Tablettenform abgefüllt wird. Das Konzentrationsverhältnis liegt bei 5:1, sodass jede Flasche etwa 36 g Konzentrat enthält.

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Aura Nutrition Produkte mit Fang Feng

Wichtige Hinweise

Vorsicht: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten sprechen Sie bitte vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.

Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information über Fang Feng in der TCM-Tradition. Sie enthält keine medizinischen Empfehlungen und ersetzt keine Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Aura Nutrition Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel und keine Arzneimittel.

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