Commiphora myrrha (Mo Yao): Myrrhe in der TCM-Tradition
Commiphora myrrha, in der traditionellen chinesischen Kräuterkunde bekannt als Mo Yao (没药), gehört zu den klassischen das Blut bewegenden Kräutern der TCM-Tradition. Das getrocknete Gummiharz des Myrrhenbaums wird seit über eineinhalbtausend Jahren in den klassischen Texten der chinesischen Kräuterkunde beschrieben und nimmt unter den das Blut bewegenden und die Leitbahnen öffnenden Kräutern eine eigenständige Stellung ein.
Myrrhe gehört zu den wenigen Kräutern der TCM, die auch in der westlichen Kulturgeschichte eine tiefe Verwurzelung haben. In Europa ist Myrrhe seit der Antike als Räuchermittel, Duftstoff und in der Volksmedizin bekannt. Die biblische Überlieferung der drei Weisen, die dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe als Geschenke darbrachten, hat dem Harz im deutschen Sprachraum einen festen Platz in der kulturellen Erinnerung gesichert. In der TCM-Tradition hat Mo Yao jedoch eine eigenständige und klar definierte Rolle. Aura Nutrition verwendet Mo Yao in mehreren klassischen Tablettenrezepturen, inspiriert von der traditionellen chinesischen Kräuterkunde.
Die Namen einer Pflanze
- Botanischer Name (Latein): Commiphora myrrha (auch Commiphora molmol)
- Pinyin (TCM): Mo Yao (没药)
- Deutsche Bezeichnung: Myrrhe, Myrrhenharz
- Pharmazeutische Bezeichnung: Myrrha
- Pflanzenfamilie: Burseraceae (Balsambaumgewächse)
Mo Yao und Ru Xiang: Myrrhe und Weihrauch als klassisches Paar
In der TCM-Tradition wird Mo Yao (Myrrhe) häufig gemeinsam mit Ru Xiang (乳香, Weihrauch, Boswellia) verwendet. Diese Paarung gehört zu den bekanntesten Kräuterkombinationen der chinesischen Kräuterkunde und findet sich in zahlreichen klassischen Rezepturen. In der Tradition ergänzen sich die beiden Harze: Mo Yao wird als stärker das Blut bewegend beschrieben, Ru Xiang als stärker das Qi bewegend. Gemeinsam bilden sie in der klassischen Lehre eine ausgewogene Einheit.
Die Paarung von Myrrhe und Weihrauch ist auch außerhalb der TCM-Tradition kulturübergreifend verbreitet. Beide Harze werden seit der Antike im Mittelmeerraum, im Nahen Osten und in Afrika als Räucherstoffe und in der traditionellen Heilkunde verwendet. In der TCM-Tradition ist die Kombination jedoch nicht auf religiöse oder rituelle Kontexte beschränkt, sondern dient einer konkreten kräuterkundlichen Funktion innerhalb klassischer Rezepturen.
Die Pflanze
Commiphora myrrha ist ein kleiner, dorniger, strauchförmiger Baum aus der Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae). Er ist in den trockenen, halbwüstenartigen Regionen Nordostafrikas und der Arabischen Halbinsel beheimatet, insbesondere in Somalia, Äthiopien, Eritrea und Jemen. Der Baum erreicht eine Höhe von etwa drei bis fünf Metern und bildet knorrige, unregelmäßig verzweigte Äste mit kleinen, dreigeteilten Blättern und kurzen, spitzen Dornen aus.
Die Myrrhe wird als Gummiharz gewonnen: bei natürlichen Rissen in der Rinde oder durch gezielte Einschnitte tritt ein blassgelbes, klebriges Sekret aus, das an der Luft zu harten, unregelmäßig geformten Harztropfen erstarrt. Diese Tropfen nehmen im Verlauf der Trocknung eine rötlich-braune bis dunkelbraune Färbung an und verströmen den charakteristisch warmen, balsamischen, leicht bitteren Duft, für den Myrrhe seit Jahrtausenden geschätzt wird. Mo Yao ist damit kein pflanzlicher Bestandteil im engeren Sinne, sondern ein Harz, eine Natursubstanz, die der Baum als Wundverschluss produziert.
Mo Yao in der TCM-Tradition
In der TCM-Tradition wird Mo Yao den das Blut bewegenden und die Stase auflösenden Kräutern zugeordnet (huo xue qu yu yao), genauer der Untergruppe der das Blut bewegenden und die Leitbahnen öffnenden Substanzen. Die klassischen Quellen ordnen es dem Herz, Leber und Milzmeridian zu und beschreiben den Geschmack als bitter und akrid, das Temperaturverhalten als neutral.
Mo Yao wird in der chinesischen Kräuterkunde erstmals im Kai Bao Ben Cao aus der Song-Dynastie ausführlich beschrieben, obwohl der Handelsweg über die Seidenstraße das Harz vermutlich schon deutlich früher nach China gebracht hat. Li Shizhen widmet Mo Yao im Bencao Gangmu einen ausführlichen Eintrag und beschreibt es als eines der zentralen Harze der chinesischen Kräuterkunde. Der chinesische Name Mo Yao leitet sich vom persischen Wort mor ab, was die historische Handelsroute über Persien widerspiegelt.
In den klassischen Rezepturen erscheint Mo Yao häufig in Formeln, die auf die Bewegung des Blutes und das Öffnen der Leitbahnen ausgerichtet sind. In den Aura Nutrition Rezepturen ist Mo Yao stets Teil einer größeren Kräutergruppe und übernimmt die Rolle des das Blut bewegenden Harz-Bestandteils.
Das Dao-Di-Prinzip bei Mo Yao
In der TCM-Tradition gilt der geografische Ursprung eines Krautes als wesentliches Qualitätsmerkmal. Dieses Prinzip wird als Dao Di bezeichnet. Mo Yao ist ein Sonderfall unter den TCM-Kräutern, da es nicht in China selbst wächst, sondern seit Jahrhunderten über den Seehandel und die Seidenstraße aus Nordostafrika und der Arabischen Halbinsel importiert wird. In der klassischen Literatur wird Myrrhe aus Somalia und Äthiopien als besonders hochwertig beschrieben. Die heißen, trockenen Standorte dieser Region bringen in der Tradition Harz mit dem intensivsten Aroma hervor.
Aura Nutrition orientiert sich beim Einkauf an diesen traditionellen Qualitätsgrundsätzen und bezieht Mo Yao für seine Rezepturen aus anerkannten Herkunftsregionen. Die Verarbeitung erfolgt anschließend nach GMP Standards im Konzentrationsverhältnis 5:1.
Klassische Rezepturen mit Mo Yao
Mo Yao ist Bestandteil zahlreicher klassischer Rezepturen der TCM. Im Sortiment von Aura Nutrition findet sich Myrrhe unter anderem in folgenden Produkten:
- Yao Tong Pian: eine klassische Rezeptur, in der Mo Yao mit 370 mg pro Tagesdosis eines der höchstdosierten Kräuter bildet und gemeinsam mit Dang Gui und Bai Zhu die Kerngruppe der Formel trägt.
- Sheng Tong Zhu Yu Tang: eine das Blut bewegende klassische Rezeptur, in der Mo Yao gemeinsam mit Hong Hua, Tao Ren und Dan Shen die das Blut betreffende Wirkungsgruppe bildet.
- Jie Yu An Shen Pian: eine umfangreiche Rezeptur, in der Mo Yao als Teil der das Blut bewegenden Komponente erscheint.
Ernte und Verarbeitung
Die Gewinnung von Mo Yao erfolgt durch Einschnitte in die Rinde des Myrrhenbaums, in der Regel während der trockenen Jahreszeit, wenn der Harzfluss am stärksten ist. Das austretende Sekret erstarrt an der Luft innerhalb weniger Tage zu harten, unregelmäßig geformten Harztropfen, die von Hand gesammelt werden. Die gesammelten Harzstücke werden sortiert, von Rindenresten befreit und anschließend getrocknet.
Hochwertige Mo Yao-Harzstücke sind rötlich-braun, halbtransparent und verströmen beim Zerreiben einen intensiven, warm-balsamischen Duft. Eine klassische Verarbeitungsform ist Cu Mo Yao, also mit Essig vorbehandeltes Myrrhenharz, dem in der Tradition eine stärker das Blut bewegende Eigenschaft zugeordnet wird. Bei Aura Nutrition wird Mo Yao in einem modernen, GMP zertifizierten Verfahren weiterverarbeitet. Aus rund 180 g Rohsubstanz entsteht ein konzentrierter Auszug, der in Tablettenform abgefüllt wird. Das Konzentrationsverhältnis liegt bei 5:1, sodass jede Flasche etwa 36 g Konzentrat enthält.
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Aura Nutrition Produkte mit Mo Yao
Wichtige Hinweise
Vorsicht: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.
Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft, Stillzeit oder bei der Einnahme von Medikamenten sprechen Sie bitte vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Therapeuten.
Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information über Mo Yao in der TCM-Tradition. Sie enthält keine medizinischen Empfehlungen und ersetzt keine Beratung durch einen Arzt oder Heilpraktiker. Aura Nutrition Produkte sind Nahrungsergänzungsmittel und keine Arzneimittel.
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